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Dr.med. M. Zoppelt
Dermatologie und Kosmetische Ästhetische Medizin

Bismarckallee 17 • 79098 Freiburg •  Tel.: 0761 202 5571 •  Fax: 0761 292 2048
Praxis in Zürich: Glattzentrum Zürich • 8301 Winterthurerstraße 99
Tel.: +41(0) 43 960 2014•  Direkt: +41(0)79 5905004

 
kosmetische Ästhetische Operationen Dr.med. M. Zoppelt
     
 

 

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Bio Alcamid

Erfahrungen mit Bio-Alcamid


Im Januar 2003 habe ich in meiner Praxis begonnen, Patienten mit einem HIV-assoziierten Dystrophie-Syndrom und Lipoatrophie des Gesichts mit Bio-Alcamid zu behandeln. Vorher habe ich diese Patientengruppen mit Aquamid erfolgreich behandelt, bin davon aber abgekommen, weil in Aquamid Akrylamidreste enthalten sind und es zu dieser Zeit kontroverse Diskussionen über diesen Stoff gab.

Inzwischen habe ich 165 Patienten mit Lipoatrophie des Gesichts und HIV-assoziiertem Lipodystrophie-Syndrom erfolgreich behandelt. Es gab in dieser Zeit bei meinen Patienten keine Migration des Implantats, keine chronische Entzündungen, keine Bildung von Granulomen und keine Zeichen auf allergische Reaktionen.

Einige meiner Patienten wurden in der Vergangenheit mit Polymilchsäure behandelt, was zu unregelmäßigen Fibrosen in der Subcutis geführt hatte. Die Polymilchsäure muss außerdem regelmäßig nachgespritzt werden. (Rekord bei einem Patienten: 11mal in 40 Monaten).  

Eigenschaften von Bio-Alcamid ( Bioalcamid)

Bio-Alcamid ist ein injizierbares Gel, welches für die Behandlung von defekten Weichteilgeweben ideale Eigenschaften hat. Es ist nicht allergen, nicht toxisch, strahlenundurchlässig, hochviskös und kann dadurch in größeren Volumina gespritzt werden.

Bio-Alcamid ist ein bleibendes permanentes Füllmaterial (Endoprothese). Nachdem das Material unter die Haut gespritzt wird, umschließt eine 0,02 mm dünne Kollagenkapsel die Endoprothese und kann somit nicht mehr im Gewebe wandern. Weiterhin ist diese Kapsel so resistent, dass das Implantat großen Druckbelastungen widersteht ohne zu reißen.

Die hohe Elastizität führt dazu, dass Bio-Alcamid kaum vom eigenen Gewebe zu unterscheiden ist. Bio-Alcamid hat den Vorteil, auch nach Monaten wieder entfernt werden zu können. Ich habe bei 3 Patienten das Implantat aus Gründen der Überkorrektur wieder entfernen müssen.

Die Prozedur ist denkbar einfach. Man sticht das Implantat (Kapselwand) mit einer 16 Gauge Kanüle an und presst es durch applizierten Druck mit den Fingern wieder heraus. Der Zeitpunkt der Materialentfernung war 12 Wochen, 30 Wochen und 34 Wochen nach der Implantation.  

Behandlung mit Bio-Alcamid

Bevor Bio-Alcamid injiziert wird kann man die Implantationsgebiete lokal anästhesieren. Ich versuche die Lokalanästhesie so selten wie möglich anzuwenden, weil sich durch Volumeninjektion die anatomischen Verhältnisse ändern und dadurch die Gesichtsmodellage erschwert wird.

Danach wird das Material in Volumina von mindestens 1 ml eingespritzt und solange massiert bis es seine optimale Position eingenommen hat. In 2 – 6 Sitzungen im Abstand von 6 Wochen ist ein Gesicht vollständig aufgebaut. Ich habe meistens eingefallene Wangen- und Schläfenregionen behandelt. Es ist allerdings möglich, bei Lipoatrophie im Glutealbereich mit Bio-Alcamid zu behandeln.
Postoperativ müssen die Patienten über 6 Wochen UV-Strahlen (Sonne) meiden.

Die Schwellung und Rötung im Injektionsbereich dauert 2 – 4 Tage an, danach ist man arbeitsfähig. Während der ersten Sitzung werden ca. 90 % des endgültigen Gesichtsbildes modelliert, so dass viele Patienten sich vor dem Urlaub behandeln lassen, um danach erholt wiederzukommen. Durchschnittlich habe ich 18 ml Bio-Alcamid spritzen müssen.

In manchen Fällen kommt es zu Hämatomen, welche bis zu 10 Tage anhalten können. Um eine Infektion zu vermeiden, müssen die Patienten über 5 Tage postoperativ Antibiotika nehmen. Der Zufriedenheitsgrad war bei allen Patienten sehr hoch. Es ist jedoch umso schwieriger ein schönes Gesicht zu modellieren je stärker der Defekt ist, wodurch man mehr Volumen spritzen muss.

Ich habe bei einem Patienten 60 ml Bio-Alcamid implantiert. Nach 30 Monaten liegt das Implantat immer noch unverrutscht an der Injektionsstelle.

 




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